Interview mit Jürgen Helbing

Das Interview wurde im Rahmen des 125 jährigen Jubiläum 2013 geführt.

Jürgen Helbing Jürgen Helbing

Da ein Turnverein auch immer ein Stück weit auf die Unterstützung durch die Kommune angewiesen ist, haben wir uns auch mal unseren derzeitigen Bürgermeister Helbing zum Interview geschnappt.

 

1. Bei Ihrem vollgepackten Terminkalender ist ein Ausgleich sicher wichtig. Was tun Sie, um mental und physisch fit zu bleiben?

Ich finde meinen mentalen und psychischen Ausgleich in der Literatur, der Musik und der Kultur, die die nötige und auch erforderliche Distanz vermitteln, als auch neue Spektren eröffnen. Dabei haben Klassiker der Weltgeschichte, ganz besonders Gogol, Turgeniew, Camus, Storm und Prof. Brink aus Südafrika derzeit eine Präferenz. In der Musik dominiert die Klassik mit Cecilia Bartholi als auch der französische Chanson mit Patrizia Kaas, in Phasen der Entspannung aber auch der Rock der 60er mit den Stones, Beatles, Kinks, Hollies etc., in der Kultur die Oper und Kulturen anderer Länder in Form von Dokumentationen.

2. Ein Turnverein soll die Menschen miteinander verbinden. Wie kann die Politik dabei unterstützen, soziale und ethnische Grenzen nicht entstehen zu lassen bzw. zu überbrücken?

Sport soll und muss als Breitensport jedem Interessierten zur Verfügung stehen, in Hessen hat der Sport Verfassungsrang. Durch eine gezielte Integrations- und Migrationspolitik müssen Barrieren beseitigt und ethische Grenzen überwunden werden. Ich erkenne in Hessen, natürlich auch in Lorch, keinen Dissens in politischen Thesenpapieren gleich welcher Partei im Sport, hier wurde in den vergangenen Jahren viel erreicht. Betrachten Sie die zahlreichen Sportförderprogramme, die mit dem Landessportbund und der Hessischen Landesregierung initiiert wurden. Sie haben die Basis für einen menschenwürdigen Umgang untereinander geschaffen. Lorch ist dabei beispielhaft.

3. Wurzeln, Traditionen und eine Historie zu haben, bildet das Fundament von Vereinen. Eine Zukunft muss jedoch gemeinsam geschaffen werden. Welche Kooperationsmöglichkeiten könnten Sie sich in Zukunft zusammen mit dem TV Lorch vorstellen?

Neben der Förderung des Breitensports durch Unterhaltung von Sportanlagen, Turnhallen und Freizeitmöglichkeiten auch die Einstellung von Haushaltsstellen für die monetäre Unterstützung. Die demografische Entwicklung stellt klare Anforderungen an die Bereitschaft für gemeinsame Entwicklungen. Älter, bunter, weniger – hier haben Kommune und Turnverein gezielte Vorgaben zu erfüllen, wir müssen im Gespräch bleiben und ernsthaft an Kooperationen interessiert sein. Als Bürgermeister werde ich jederzeit für die Belange des Sports ein offenes Ohr haben und das Bestmögliche gewährleisten.

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